Verbotenes interessiert auch Comicsammler sehr. Das in Spanien zum 100. Geburtstag des 1983 verstorbenen Tim und Struppi Zeichners Hergé erscheinene "Tintín y el loto rosa" (Der rosarote Lotos) erscheint höchst interessant, weil verboten! Warum? Zu obszön! Natürlich zeigen wir hier deswegen die (sehr) wenigen Bilder, die wir finden konnten. (Leider absolut ohne Obszönitäten).
Anfang des 14. Jahrhunderts gilt jede rothaarige Frau automatisch als Hexe. So auch die junge Florie. Der Unterschied ist nur: Florie IST eine Hexe. »Die Füchsin« ist eine packende und düstere Geschichte über Macht und Gewalt. Aber: Die Serie ist nichts für schwache Gemüter. Hier wird das Mittelalter in all seiner Brutalität dargestellt (Alter 18+).
Ja es ist nicht einfach in Zeiten von Pratchett oder Aragones zu leben, wenn man gerne einen unterhaltsamen Fantasy-Comic schaffen möchte. Robert Mühlich ist es gelungen mit Hilfe der Zeichnungen von Bastian Baier den Mut aufzubringen das Projekt "Der Schicksalsgnom" gegen alle Widerstände über eine lange Zeit (trotz einer schon erschienenen ersten Ausgabe) auf einen gesättigten Markt zu werfen. Mutig Mutig! Die bei Zwerchfell-Verlag erschienene wohlfeine Gesamtausgabe in Hardcover (Respekt!) ist aber nicht nur wegen dieser Tollkühnheit einen Blick wert!
Der junge Wissenschaftler Frank Karrer hat einen Wirkstoff entwickelt, der das Gefühl der Eifersucht unterdrücken soll. Denn dieses Gefühl macht sich breit zwischen ihm und seinem Freund aus Jugendtagen, dem Comiczeichner Peter Röller. Letzterer hat einen Comic gezeichnet, der auf geniale Weise das Bewusstsein erklärt. Doch Franks Wirkstoff wirkt in der Praxis deutlich anders als in der Theorie erwartet, und so übersteht nicht alles, was zu Anfang noch als objektive Wirklichkeit erscheint, im Verlauf der Handlung den Realitätscheck.
Zum Start des Milleniums hab' ich ihn 'mal in Frankfurt getroffen. Er hat mir seine Mappe gezeigt und ich erkannte seine Sachen. Und (natürlich!) fand sie damals schon gut ;-)! Heute ist Joscha einer der gut gelesenen und auch gut gekauften deutschen Comiczeichner bzw. Cartoonisten, der von den Früchten seiner Arbeit leben kann. Sein Ziel: Mehr Cartoons verkaufen als Uli Stein. Ein Schritt dahin: Die vierte Ausgabe von "NichtLustig". Grund genug für ein Interview mit Joscha. Viel Spaß beim Lesen!
Eine Mischung aus Horror, einem Spritzer Superhelden-Genre und den typischen Klischees der Slasher-Filme. Autor Tim Seeley kommt mit dieser "netten" Idee gerade 'mal bis zur Mitte des zweiten Bandes, das nun bei Cross-Cult erschienen ist. So scheint es wenigstens, wenn die viel zu kurzen Stories in noch kürzere (aber lustige!) "Trailer"-Comics münden. Doch was in Band 1 so energiegeladen und für den Fan des Genres wirklich interessant startete und jetzt aus Vollständigkeitsgründen (schwaches Argument!) einen scheinbaren Durchhänger hat, kann und MUSS mit Band 3 wieder durchstarten! Doch wer hat das Geld dafür mittelmäßige Comics zu kaufen?
Kann ein Comic der in Angoulême in die preisgekrönte Auswahlliste aufgenommen worden ist schlecht sein ? Sicherlich nicht, gut in allen Belangen muss er aber auch nicht sein wie "Drei Schatten" von Cyril Pedrosa zeigt. Graphisch ist das alles wunderbar gelungen, die Geschichte scheitert aber am sich selbst gestellten Thema.
Kanada, Sommer 1979. Paul hat die Schule geschmissen, und auch die gerade begonnene Druckerlehre nervt ihn schon. Und zwar so sehr, dass er sofort ja sagt, als ihn ein Freund telefonisch bittet, für einen ausgefallenen Betreuer in einem Jugendcamp einzuspringen. Über einen Zeitraum von zwei Monaten soll mehreren Gruppen von Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien die Möglichkeit der Selbsterfahrung in der Wildnis gegeben werden.
Kein High-School-Massaker ist es, um das es hier geht, denn der Schauplatz ist das kleine Dorf Philadelphia in Brandenburg, zum Zeitpunkt der Handlung 1980 Bezirk Oder-Spree. Ostalgie ist es aber auch nicht, denn sie hätte genauso im Westen spielen können, die Geschichte um die pubertierenden Brüder Uwe und Alex, die im Schrank ihrer Oma einen Weltkriegsrevolver und sechs Schuss Munition finden. Es sind Sommerferien, und sie haben genug Muße, sich ausgiebig mit dem potentiell tödlichen Spielzeug zu befassen. Dessen Faszination zieht nicht nur die beiden immer mehr in ihren Bann, sondern auch ihren Freund „Grolf“ und sogar die kesse Sabine, die sich der Annäherungsversuche von „Dorftrottel“ Tobias erwehren muss.
„Kreuzzug“ ist nicht nur der Titel einer neuen Serie aus dem Hause SPLITTER sondern auch eine neue Serie über das unerschöpfliche Thema der Religionskriege um die Stadt Jerusalem. Dufaux, der Szenarist der Serie, ist ein sehr bekannter Akteur in der kleinen Welt der Drehbuchautoren innerhalb der neunten Kunst (Giacomo C., Murena, Nikos Koda, Die rote Kaiserin u.a.). Die Story ist für Geschichtsinteressierte natürlich keine Überraschung: das Thema wurde schon sehr oft, u. a. in Buch und Film, eingesetzt. Dennoch ist es äußerst interessant, wie Dufaux die Geschichte neu interpretiert und seinen eigenen fiktiven Kreuzzug abliefert.
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